Shanghai

Im September 2026 steht für uns Bäribrommer ein besonderes Highlight auf dem Programm. Wir dürfen im Rahmen des «World Tourism Festival» nach Shanghai reisen. Die Vorfreude ist bereits riesig – nicht zuletzt, weil sich fast jedes Mitglied für dieses Abenteuer begeistern liess.

Doch was führt eine Guggenmusik aus der kleinen Stadt Sempach in die 27 Millionen Megametropole?

Wir dürfen die Schweiz am renommierten Shanghai Tourism Festival vertreten. Dieses zählt zu den grössten kulturellen Veranstaltungen weltweit. Gemäss dem Veranstalter wird allein die Eröffnungs- zeremonie von rund 200 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern live im Fernsehen verfolgt. Rund 40 Gruppen aus etwa 30 Nationen präsentieren an der grossen Parade ihre Traditionen. Neben schottischen Dudelsackspielern und neuseeländischen Haka-Tänzern dürfen wir in Shanghai die Luzerner Fasnacht und unsere Kultur auf internationaler Bühne präsentieren.

Wie sieht das Programm vor Ort aus?

Während sieben Tagen stehen Auftritte in verschiedenen Teilen der Stadt sowie kulturelle Aktivitäten auf dem Programm. Viele unserer Mitglieder verlängern ihre Reise, um China oder weitere Teile von Asien individuell zu erkunden, was
ihren Aufenthalt bestimmt noch unvergesslicher machen wird. 

Wer miterleben möchte, wie die Bäribrommer China entdecken – von Teeritualen und Tempelbesuchen bis zu fasnächtlichen Auftritten im Land der Mitte –, kann die Reise auf diesem Blog verfolgen. Viel Spass beim Lesen!


Freitag und Samstag, 25. und 26. September – Peking/München/Sempach

Rückreise mit Dankbarkeit im Gepäck

Zu einem gesanglichen Ständli, das uns zu so früher Stunde gehörig aus den Socken haute, brachte uns Tourguide Martin an den Flughafen. Eine lange Reise stand uns bevor: vom Flughafen Peking nach München und anschliessend per Car ins vertraute Sempach.

Wie schon beim Hinflug sorgten wir auch auf dem Rückflug dafür, dass die hinteren Reihen der grossen Maschine in Bäribrommer-Hand waren. Den langen Flug vertrieben wir uns mit Geplauder, einem Cüpli, viiiiieeeelen Filmen, Schlaf, Gesichtsmasken oder einem Spaziergang durch den Flieger. Bevor nach der Landung die Kissenschlacht mit den Lufthansa-Kissen losgehen konnte (es waren langsam alle übermütig und wollten heim), stiegen wir aus und fanden uns in München wieder. Schon vom Flieger aus konnten wir das Oktoberfest sehen – doch dahin zog es uns zum Bedauern einiger Mitglieder leider nicht. Uns holte nämlich ein Chauffeur des Carunternehmens Zurkirchen ab. Mit sportlichem Tempo und wenig Verkehr ging es nach Sempach. Nach einer Reisezeit von insgesamt 22 Stunden und 22 Minuten trafen wir bei Nacht und Nebel bei unserem Lokal ein, wo unsere Reise vor gut zweieinhalb Wochen begonnen hatte.

Wir blicken zurück auf eine unvergessliche Zeit in China. Zeitweise fühlte es sich an wie im Traum, dass wir ein solches Abenteuer mit der Guuggenmusik erleben durften. Ein grosses Dankeschön geht an Tim und Silvio, die sich als OKP’s mit viel Herzblut um dieses gelungene Erlebnis kümmerten. Ebenso herzlich bedanken möchten wir uns bei allen Freunden, Familienmitgliedern und Fans, die unsere Teilnahme am Shanghai Tourism Festival mit ihrem Beitrag ermöglicht und auch unsere gemeinsame Reise durch China mit viel Enthusiasmus verfolgt haben.

Es war uns ein Vergnügen! Xièxiè!


Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, 22./23./24. September – Peking

Auf Erkundungstour in Peking – samt chinesischer Mauer

Per Zug erreichten wir Beijing – wortwörtlich die «nördliche Hauptstadt». In waschechten Schweizer On-Schuhen empfing uns Martin, unser deutschsprachiger Tourguide. An Erholung nach der langen Zugfahrt war aber nicht zu denken, denn unser Erkundungsprogramm führte uns gleich zum malerischen Sommerpalast. Das sommerliche Wetter, die vielen traditionell gekleideten Chinesinnen und Chinesen sowie die schöne Aussicht auf den glitzernden Kunming-See machten die Müdigkeit wieder wett.

Einen kleinen Kulturschock gab es dann im Shichahai-Quartier, wo wir an zahlreichen Karaoke-Bars mit top gestylten Sängerinnen und Sängern vorbeizogen, bevor wir in einem chinesischen Haushalt unsere eigenen Dumplings formen durften. Während wir anfangs noch etwas verhalten waren, brach das Eis spätestens beim gemeinsamen Mahjong-Spielen mit der Hausherrin und unserem Guide. Verständigen konnten wir uns zwar kaum, trotzdem begriffen wir das Spiel halbwegs. Manchmal ist es erstaunlich, was man mit Händen und Füssen alles erreichen kann.

Nach der langersehnten Bettruhe erkundeten wir am Mittwoch zuerst den Tian’anmen-Platz, wo sich nebst Feierlichkeiten auch Tragisches ereignet hatte, beispielsweise das Tian’anmen-Massaker von 1989. Von diesen Ereignissen erzählte unser Guide allerdings nichts. Wir vermuteten, dass er darüber möglicherweise gar nicht sprechen durfte. Einige Minuten lang liessen wir die Schwere der Geschichte auf uns wirken, beobachteten die Menschen, die vor dem Mao-Mausoleum Fotos schossen, und warfen immer wieder einen Blick auf die zahlreichen Überwachungskameras, die den Platz wie stille Wächter überblickten.

Nach der Besichtigung der imposanten und weitläufigen Verbotenen Stadt, die den Kaisern der Ming- und Qing-Dynastien als Palast diente, ging es nach dem gemeinsamen Mittagessen in die Liulichang-Strasse, wo wir zahlreiche Antiquitäten bestaunen konnten. Der letzte Programmpunkt des ereignisreichen Tages führte uns zum Himmelstempel, dessen Bau im frühen 15. Jahrhundert begann. Im Garten des Tempels erhielten wir noch einen kurzen Einblick ins Schattenboxen, das «Tai-Chi». Den Abend liessen alle individuell ausklingen – bei einer Souvenir-Shoppingtour, einem Nudelbuffet oder einem Feuertopf, dem waschechten «Fondue Chinoise».

Am letzten Tag stand ein weiteres grosses Highlight auf dem Programm: die Besichtigung der Chinesischen Mauer. Für viele war dies wohl einer der schönsten Momente der ganzen Reise, die in der Nacht auf den 26. September ihr Ende finden wird. Nur wenige andere Touristen waren mit uns auf dem Mauerabschnitt bei Jinshanling, rund 130 Kilometer von Peking entfernt. Die weite Sicht, die Natur und das imposante Bauwerk beeindruckten uns alle sehr.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen bei einer Bauernfamilie traten wir die Rückfahrt an, die sich aufgrund eines Staus ordentlich in die Länge zog. Die anschliessende Teezeremonie weckte unsere müden Geister wieder, sodass wir bereit waren für das gemeinsame Abendessen. Auf dem Menüplan stand: Pekingente! Wie sollte es auch anders sein.

Den Abend liessen wir gemeinsam bei zwei, drei, vier Flaschen Bier ausklingen. Damit fand unsere Reise ein geselliges Ende. Wir blicken zurück auf zweieinhalb Wochen voller Eindrücke, unvergesslicher Erlebnisse und Begegnungen in einem Land, das uns zu Beginn noch so fremd war.


Montag und Dienstag, 21./22. September – Pingyao

Alte Gassen und Heimweh noch de Bärge

Am Bahnhof Pingyao angekommen, mussten wir nur wenige Minuten warten, bis uns Reiseleiter Hans mit dem Car abholte. Bis zum Hotel fahren konnten wir aber nicht – die Unterkunft befindet sich innerhalb der im 14. Jahrhundert erbauten Stadtmauer. Während der wilden Fahrt mit kleinen Elektrotrolleys, die uns zur Unterkunft brachten, erhaschten wir einen ersten Blick auf die geschichtsträchtige Stadt.

Auch Pingyao ist ein Weltkulturerbe. Nach dem Einchecken erkundeten wir die historische Bank im Zentrum und machten einen malerischen Spaziergang auf der Stadtmauer. Pingyao war vom 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert das Finanzzentrum Chinas und besticht mit vielen verwinkelten Gassen, detailreichen Dächern und kunterbunten «Chrömli-Läden».

Das Highlight des Reisetages ereignete sich nach dem leckeren Znacht samt Drehscheibe. Gemeinsam machten wir einen Abstecher in eine Bar, in der einige Sänger die Gäste mit Musik unterhielten. So kam es, dass die Bäribrommer per Zufall das Mikrofon eroberten. In der Folge sang man gemeinsam Karaoke, feierte und unterhielt dabei auch das chinesische Publikum. Was ins Mikrofon strömt, hallt nämlich auf den Gassen wider. So erfüllten Lieder wie «W-Nuss vo Bümpliz», «Mini Farb und dini» oder «Heimweh» das historische Pingyao bis in die frühen Morgenstunden mit Schweizer Klängen.

Müde, aber grösstenteils zufrieden, traten wir nach einer wilden Nacht im traditionellen Hotel die Weiterreise zur letzten Station an: Peking, wir kommen!


Samstag, Sonntag und Montag, 19./20./21. September 2026 – Xi‘An

Zwischen Kaiserinnen, Terrakotta und Dumplings

Nach der Landung in Xi’an wartete bereits unsere Reiseführerin Melitta mit vielen spannenden Fakten rund um die historische Stadt, die Dynastien Chinas und den Lebensstil der Menschen vor Ort auf uns. Tags darauf durften wir eine herrliche Fahrradtour auf der mehrere Kilometer langen Stadtmauer unternehmen – teilweise alleine auf dem Velo, teilweise auf einem Tandem. Den Fahrtwind, die Bewegung und den schönen Ausblick auf die Dächer und die Einheimischen, die in den Parks gemeinsam zu lautstarker Musik Fitness betrieben, genossen wir sehr.

Pünktlich zum Ende der Tour kam der Regen und wir suchten alle mit einer heissen Tasse Tee Schutz vor den Tropfen. Nach dem Mittagessen stand nämlich ein Programmpunkt an, bei dem wir lieber keine nassen Füsse haben wollten: Wir besichtigten die berühmte Terracotta-Armee – ein Weltkulturerbe, das erst 1974 entdeckt wurde.

Beeindruckt haben uns dabei nicht nur die tausenden Tonsoldaten in der grossen Halle, sondern auch die «ofläätige» Touristen, die im Sturmschritt durch die Hallen zogen und dabei nicht davor zurückschreckten, ihre Ellenbogen einzusetzen. Zu allem Überfluss besuchte auch noch ein wohlbekannter Politiker die Terracotta-Armee, sodass wir teilweise auf Absperrungen stiessen. Wir waren also froh, als wir das Gelände wieder verlassen konnten und gemeinsam auf ein Bierchen in einer Beiz einkehrten. Unterwegs kauften sich einige Bäribrommer natürlich noch eine kleine Soldatenfigur als Souvenir.

Es ging Schlag auf Schlag weiter mit dem getakteten Programm und schon kurze Zeit später fanden wir uns im muslimischen Viertel der Stadt wieder. Lichter, Lärm und Läden hauten uns aus den Socken.

Am Abend durften wir einer besonderen Show beiwohnen: einer Musik- und Tanzaufführung rund um die Tang-Dynastie und Kaiserin Wu, begleitet von einer kulinarischen Reise durch die Dumpling-Küche Xi’ans. Es war ein Genuss für alle Sinne.

Müde, aber beeindruckt begaben wir uns am Montag per Zug nach Pingyao, wo uns Reiseleiter Hans (chinesischer Name «You») zum nächsten Abenteuer abholte.


Freitag und Samstag, 18./19. September 2025, Zhangjiajie National Forest Park

In die Welt von «Avatar» eingetaucht

Mit dem Zhangjiajie National Forest Park in der chinesischen Provinz Hunan stand gleich zu Beginn der Zusatzreise ein erstes Highlight an. Der Nationalpark ist quasi das Entlebuch von China, denn der Park wurde 1992 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Die Landschaft ist berühmt für ihre surrealen Quarzsandstein-Pfeiler, die als Inspiration für den Film «Avatar» dienten. Hier erkundeten wir die Landschaft in luftigen Höhen, was uns – leider gemeinsam mit tausend weiteren Touristen – beeindruckte und begeisterte. Zwar versperrte uns der Nebel hie und da die Sicht, doch machte er die Szenerie umso mystischer.

Als Höhepunkt des gemeinsamen Abendessens feierten wir den Geburtstag eines Bäribrommers, der von der Reiseleitung und den Mitarbeitenden des Restaurants mit einer Torte und traditioneller Musik überrascht wurde.

In luftigen Höhen

Tags darauf ging die Reise weiter in den Grand Canyon des Nationalparks. Eine weltberühmte Glasbrücke führte auf einer Länge von 430 Metern in rund 300 Metern Höhe über den Talboden. Der transparente Boden sorgte für Nervenkitzel, der (fast) allen gefiel. Das Gebiet wurde per Zipline, Rutschbahn und Boot erkundet, bevor es nach einer exquisiten Mittagsverpflegung samt Karaoke-Einlage in Richtung Flughafen ging.

Die Reise führt nun weiter nach Xi’an, einer der schönsten und wichtigsten Städte der chinesischen Geschichte, die wir in den kommenden Tagen entdecken dürfen.


Mittwoch und Donnerstag, 16./17. September 2026, Transfer nach Zhangjiajie

Ausbruch aus der Shanghai-Bubble

Nach einer herzlichen Verabschiedung von den heimkehrenden Bäribrommern traten knapp 35 Vereinsmitglieder am Mittwoch die gemeinsame Zusatzreise an. Auch das Hotelpersonal verabschiedete sich ausgiebig und beschenkte uns nebst dem Spalierstehen mit einer Postkarte mit einem Foto unseres Auftritts als Souvenir. Toll!

Am Bahnhof angekommen, merkten wir schnell, dass auch auf einer gut geplanten Reise nicht immer alles nach Plan läuft. Unser Zug fiel nämlich aufgrund von starkem Regen am Zielort kurzerhand aus. Nach einem Hin und Her mit der Reiseleitung wurden wir schliesslich zu einem anderen Bahnhof transferiert, wo wir mit mehreren Stunden Verspätung einen Ersatzzug besteigen konnten. Doch auch dieser brachte uns nicht ganz ans Ziel. So wartete noch eine fünfstündige Carfahrt in einem eher schlecht belüfteten Bus auf uns. Um 2 Uhr morgens erreichten wir endlich unser Hotel – erleichtert und ziemlich müde fielen wir alle in die Federn.

Am Donnerstag schrie der Hahn früh, denn ein abenteuerliches River-Rafting stand bevor! Nach einer kurzen Einführung ging die wilde Fahrt auf dem Mengdong River los – und endete bei allen gleich: klatschnass. Doch die dschungelartige Landschaft und die Motten, Libellen, Vögel und Affen beeindruckten uns.

Beim anschliessenden Abendessen, wieder mit trockenen Kleidern und warmen Füssen, liessen wir die Erlebnisse Revue passieren. Wir sind gespannt, was uns auf der Weiterreise erwarten wird. Klar ist bereits jetzt: Es ist eine andere Welt als in Shanghai. Und diese zu erkunden, darauf freuen wir uns sehr.


Dienstag, 15. September 2026 – Shanghai City

Ein letztes Mal Shanghai

Ein letztes Mal durften wir heute als grosse Truppe Shanghai geniessen. Es ist unglaublich, wie schnell die Tage vorübergingen und wie viel wir in dieser Zeit erleben durften. Dabei waren es besonders die Begegnungen mit den herzlichen Menschen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Gestartet hat der Tag mit einem Ständli vor der grossen Mall im Global Harbour District. Überall hingen Plakate, dass man den 13. Geburtstag des Gebäudes feierte, was wir natürlich amüsant fanden – bei uns feiert man schliesslich in Fünferschritten. Die Sonne schien prächtig, ein erfrischendes Lüftli wehte, und wir präsentierten ein noch etwas müdes Ständli vor dem Mittag. Für unseren abtretenden Tambi Nando war es das letzte Mal, dass er den Takt angeben durfte. Das genoss er natürlich, freut sich jedoch bereits darauf, kommende Fasnacht wieder selbst zu «hornen».

Im Anschluss an das Ständli zogen wir spielend durch die Mall, musizierten, dass die Vitrinen klirrten, und erreichten schliesslich per Rolltreppe unseren zweiten Ständli-Platz, umringt von einer riesigen Galerie. Aus den verschiedenen Stockwerken schauten uns die Leute zu und lauschten unserer Musik, die durch die hohe Halle ohrenbetäubend laut widerhallte. Die Chinesen wohlgemerkt ohne Ohrstöpsel. Ein letztes Mal winkten wir mit unseren Schweizerfähnli den Leuten zu, bevor es zurück zum Hotel ging.

Dort waren die Instrumente dann schnell verpackt. Am 16. September treten sie nämlich gemeinsam mit ein paar Brommern den Heimweg an. Knapp 35 von uns ziehen noch gemeinsam durch China und gönnen sich eine Zusatzreise.

Überraschender Abschluss

Der letzte Ausflug als grosse Gruppe führte uns in den bekannten Yu Garden, der 1559 während der Ming-Dynastie errichtet wurde. Leider war der malerische Garten mit Touristen überfüllt, sodass einige Vereinsmitglieder nach einer kurzen Besichtigung den benachbarten Yuyuan Bazaar erkundeten. Für einige gab es Jasmintee, für andere Bier. Glücklich sahen jedenfalls alle aus, als wir uns für die Weiterreise versammelten. Es stand nämlich ein besonderes Highlight bevor: Tim und Silvio machten ein grosses Geheimnis daraus, womit sie uns am letzten Abend überraschen würden. Die Spannung war gross, und eifrig wurde gerätselt: Fondue? Raclette?

Als wir am Zielort ankamen, war die Freude riesig: Ein grosses Paulaner-Plakat und zwei Chinesen in Dirndl und Lederhosen begrüssten uns. Als Einstimmung auf unser Oktoberfest, das bereits am 3. Oktober ansteht, verköstigten wir auf einem Rooftop ein bayrisches Abendessen mit Bier und sonstigen Köstlichkeiten. Das Besondere daran: Vor uns präsentierte sich ein Blick auf die Skyline Shanghais, der uns allen den Atem raubte. Man kann sich gut vorstellen, wie wir hier gemeinsam ausgelassen feierten und zelebrierten. Die Lichter der Stadt machten den Moment noch emotionaler. Und beim Gedanken daran, dass sich die Wege der Bäribrommer nach diesem Abend trennen würden, lief hie und da ein Tränchen. (Auch wenn wir uns spätestens beim Aufstellen fürs Oktoberfest wiedersehen würden. 😉)

Wir blicken mit einem Rucksack voller Erinnerungen und der Bäribrommertatze im Herzen auf eine abenteuerliche Woche in Shanghai zurück. Und ausklingen liessen wir diese bis spät in die Nacht hinein – so, wie sich das gehört!


Montag, 14. September 2026 – Tianzifang, Oriental Pearl Tower und Metropark Jichen Hotel Shanghai

Viral gegangen in China

Die zahlreichen Nachrichten, die wir in den letzten Tagen erhalten haben, hauen uns aus den Sandalen. Es ist fast unmöglich, sich die Viewerzahlen unserer Videos vorzustellen: 100 Millionen Aufrufe soll das Video unseres spontanen Ständlis in der Warteschlange vor der Parade mittlerweile haben. Uns schreiben Menschen aus China, wie sehr sie unsere Auftritte begeistert und berührt hätten. Durch unsere Freude an der Musik und der Gemeinschaft hätten sie wieder Hoffnung in die Menschheit. Dass wir Bäribrommer mal mit solchen Worten überhäuft werden, hätte wohl niemand gedacht.

Spürbar wurde genau das auch am Montagabend, weshalb dieser Blogbeitrag den Tag mal von hinten aufrollt. 😉 Die Mitglieder schlugen vor, auch dem Hotelpersonal, das uns während der letzten Tage umsorgt hat, ein Ständli zu spielen. Der Manager machte beinahe Freudensprünge, als wir dies anboten. So erwartete uns das Hotelpersonal bereits eifrig und stand mit Kameras und Selfiesticks vor dem Eingang. Wir fuhren mit dem Car ein (vom aussichtsreichen Ausflug erfahren die Leserinnen und Leser später) und wurden empfangen wie Stars. Als wir dann spielten, wurde gejubelt, geklatscht, gefilmt, gejohlt! Ein herrliches Publikum! Es war das erste Mal, dass man mitklatschte – das ist hier in China wohl eher untypisch. So liess das Rhythmusgefühl zu unserem Amüsement etwas zu wünschen übrig, doch besonders der Manager ging richtig ab! Auch ein kleiner Teil des Küchen- und Lobbypersonals durfte zuhören, und schnell bildete sich eine Menschentraube. Nach dem obligatorischen «Get back met Verteile» erhielten wir alle traditionellen Mooncake. Und dank dem Zustupf eines grosszügigen Ehrenmitglieds gab es noch eine Runde Bier für alle.

Lustig waren auch die Begegnungen mit den Einheimischen. Sie durften wohl zum ersten Mal in ihrem Leben auf unsere Schlagzeuge hauen, machten Fotos und Selfies mit uns «Stars» und waren zu Tränen gerührt aufgrund unserer Musik.

Ein aussichtsreicher Tag

Begonnen hat der Tag mit einem Besuch des kleinen Einkaufsquartiers Tianzifang. Vielerlei Kleinigkeiten, Postkarten und Schnaps fanden einen neuen Besitzer. Mit dem Mittagessen – es gab Pasta!! – hat die Reiseleitung voll ins Schwarze getroffen. So konnten wir gestärkt den berühmten Fernsehturm, den Oriental Pearl Tower, besichtigen. Vor Ort gab es ein Ständli mit einer tollen Aussicht auf die Skyline von Shanghai. Diese interessierte die Chinesen aber nicht besonders – sie fotografierten lieber uns. Schliesslich sind wir ja die, die viral gegangen sind.

Wir selbst freuten uns ausserdem über das Wiedersehen mit der College-Marching-Band aus den USA, der polnischen Tanzgruppe und den Māori aus Neuseeland, die alle ebenfalls Teil des Festivals sind. Per Lift ging es natürlich noch ganz nach oben, wo wir vom Turm aus eine spektakuläre Sicht über Shanghai geniessen durften. Am Horizont: keine Berge, aber Hochhäuser, soweit das Auge reicht.


Sonntag, 13. September 2026 – Zhouzhuang und Shanghai City

Kulinarische Experimente

Als wir den Sonntag begannen, ahnten wir noch nicht, was uns heute erwarten sollte. Gestartet hat es am frühen Morgen mit einer Carfahrt ins Wasserdorf Zhouzhuang. Dort durften wir eine gemütliche Flussfahrt erleben – wie in Venedig, nur ohne «O sole mio» und mit chinesischen Laternen in den Bäumen. Im Zentrum des Dorfes angekommen, fanden wir uns in einer Touristenfalle wieder. Lädeli um Lädeli verkauften Ramsch «en masse», an Bars konnte man Säfte und Früchte probieren, und die Restaurants priesen mit kleinen Wassertanks, gefüllt mit Aalen, Garnelen und Schildkröten, ihre Gerichte an.

Den krönenden Abschluss des Besuchs im Wasserdorf bildete das Mittagessen. Der Schock stand einigen ins Gesicht geschrieben, als wir eines der oben umschriebenen Restaurants fürs Mittagessen betraten. Nacheinander wurden Teller auf die mit Plastik abgedeckten Tische serviert. Mässig schön präsentiert: Schnecken, Quallensalat, Bambusgemüse, Garnelen, Glibbersuppe (Inhalt unbekannt), Frühlingsrollen, Aalfilet und vieles mehr. Einige probierten eifrig, andere vergruben die Nase im Kragen. Es war auf alle Fälle ein Erlebnis, das zu einem Chinabesuch dazugehört. Oder?

Akrobatik und Umzug

Am Nachmittag ging die Reise weiter in die Stadt Shanghai. Zuerst stand ein Besuch der renommierten ERA-Show an. Die akrobatischen Künste am Trapez, an der Stange oder auf dem Trampolin begeisterten uns. Ein Highlight waren die Töff-Fahrer, die in einem kugelförmigen Gitterkäfig halsbrecherische Stunts hinlegten. Am Schluss fuhren sie zu siebt im Kreis – alle Bäribrommer, die mit weissen Hüetli und T-Shirts eine gewaltige Wand im Zuschauerraum bildeten, klatschten tosenden Beifall. Im Allgemeinen sorgten wir für ordentlich Stimmung im Saal.

Nach der Akrobatikshow durften wir noch ein wenig lädele in einer grossen Einkaufsregion mit Mall. VR-Games, Kleiderläden, Autoausstellungen und Katzencafés wurden von mehr als 60 Bäribrommern beäugt. Danach folgte bereits das Abendessen – auch wenn die Erinnerung ans Zmittag wohl bei einigen noch nicht gross für Hunger sorgte.

Quallensalat zum Zweiten

Lachend führte uns die Reiseleiterin Jessie in ein traditionell kantonesisches Restaurant. Schock. Als Erstes serviert wurde auch hier: Quallensalat. Nach einem ersten, aufgewühlten Austausch untereinander merkten wir schnell, dass diese Beiz wohl um einige Tripadvisor-Punkte reicher sein muss, denn die Teller waren wunderbar angerichtet, sodass einige wieder Lust hatten, zu probieren. Am Ende waren wir schon ein bisschen stolz auf uns, wie tapfer wir uns geschlagen haben. (Anmerkung: Das Erlebnis war für alle unterschiedlich. Bei individuellen Bewertungen bitte beim Brommer des Vertrauens nachfragen.)

Und jetzt alle: winkeeeeen! 😊

Mehr oder weniger gestärkt stand anschliessend ein weiterer Auftritt an. Nach ein wenig Wartezeit in einem Parkhaus, wo einige ein «15, 14» spielten, durften wir uns für einen kleinen Umzug aufstellen. Vor uns die kroatischen Majoretten, nach uns die mexikanischen Tänzerinnen, Tänzer, Musikerinnen und Musiker. Den Auftritt genossen wir sehr, und die Begeisterung der Zuschauenden machte sich im eifrigen Filmen per Handy bemerkbar. Und auch Winken war wieder hoch im Kurs. Darin sind wir Bäribrommer mittlerweile richtig gut!

Wir sind uns nicht sicher, ob es daran lag, dass wir zu viele sind oder sie wieder Angst hatten, dass erneut ein Mob entsteht, aber wir durften den Umzug nicht vollständig spielen. Auch der Auftritt auf der Bühne fiel aus, was die Stimmung ein wenig trübte. Wir hätten lieber nochmals für die Menschen vor Ort gespielt, waren regelrecht im Spielfieber, wurden aber in der Mitte des Umzugs durch eine Seitentür weggeführt. Dahinter warteten die Cars, und die Fahrt ging zurück ins Hotel.

Dort liessen wir den Abend gemeinsam ausklingen, stiessen an, besuchten eine Bar oder schauten den FCL-Match. Für einige wurde es dabei ziemlich spät … aber wenn man schon mal in Shanghai ist, muss man dies ja ausnutzen. 😉

Ehrenzertifikat für die Bäribrommer

Ein spannendes Programm erlebten übrigens auch Tim und Silvio, die beiden Organisatoren der Reise. Sie waren gemeinsam mit Rose zum formellen Bankett mit der Direktorin des Tourismusdepartements Shanghais, Cheng Meihong, eingeladen. Dort wurde ihnen als teilnehmende Formation ein Zertifikat überreicht, das zeigt, dass wir nun offizielle Vertreter von Shanghai-Tourismus sind und somit mithelfen, die Stadt als Tourismusdestination zu etablieren.

Etwa zehn Kameras filmten alles mit, was sehr speziell war. Grundsätzlich wurde aber vor allem Danke gesagt: Tim und Silvio haben sowohl ein persönliches Zertifikat als auch ein Ehrenzertifikat für die Bäribrommer erhalten, die nicht nur auf den Strassen, sondern auch online für viele Klicks und Begeisterung gesorgt haben. Einfach nur toll!


Samstag, 12. September 2026 – Shanghai City

Musik verbindet

Die Erlebnisse vom gestrigen Abend sind kaum in Worte zu fassen. Mit Schweizerfähnli und herausgeputzt waren wir bereit für den grossen Auftritt an der Parade. Mit stolzer Brust und strahlenden Augen marschierten wir in Reih und Glied zum Startpunkt der Parade, wo wir nochmals einige Stunden auf den Auftritt warteten. Am Strassenrand standen mehrere Millionen Menschen. Sie linsten über die hohen Absperrungen, machten kaum einen Mucks und winkten uns nur eifrig zu. Voller Stolz winkten wir zurück und vertraten die Schweiz – «Ruìshì» (瑞士) auf Chinesisch. Und vor den Fernsehern warteten gegen die 200 Millionen Menschen auf die Übertragung.

Auch wenn wir an der Parade strahlten, gab es während des Tages noch das eine oder andere Hindernis zu überwältigen. Einerseits musste eine Hose aufgetrieben werden, denn nicht alle Gwändli haben es komplett nach Shanghai geschafft. Mit einem farblich passenden Stück Stoff und ein paar Sicherheitsnadeln kreierten zwei geschickte Brommer aber einen perfekten Ersatz.

Zu allem Überdruss wollte auch ein Mundstück lieber die klimatisierten Räumlichkeiten des Hotels geniessen, als mit uns nach Downtown zu kommen. Mit dem Taxi holte der entsprechende Brommer sein Mundstück aus den Federn und radelte mit dem Velo den ganzen Weg zurück zur Parade bei der pompösen Customs Hall (Zollamt) – gesamthaft zirka 7 Kilometer.

Die Wartezeit vertrieben wir uns mit ein paar spontanen Ständli für die Chinesen, die davon nicht begeisterter hätten sein können. Sie filmten uns, winkten uns zu und wollten Fotos mit uns machen. Wir fühlten uns wie richtige Stars und platzten fast vor Stolz. Auch mit den zwei Gruppen vor uns, den Strava Dancers aus Russland und der Gengma Traditional Arts Group, freundeten wir uns schnell an. Besonders die Hirschkostüme mit den schwenkenden Füdlis – es steckten mehrere Personen darin – begeisterten uns. Als wir ihnen dies mitteilten, kicherten sie ohne Unterbruch. Und die galanten Russinnen wollten unbedingt ein Bild mit unseren «Swiss Men» machen. Wir amüsierten uns prächtig.

Dann kam bald der grosse Moment, auf den wir mehrere Monate hingearbeitet hatten: der Fernsehauftritt. Wie geschmiert lief es, alle standen im perfekten Licht und wir präsentierten uns von der besten Seite. Bei der Parade flehten uns Organisatoren und Polizisten an, nicht stehenzubleiben oder zu spielen, was wir ab und zu natürlich ignorierten. Für unsere Spontanität haben wir von zahlreichen Menschen per Social Media Nachrichten erhalten, wie toll sie das fanden. Scheinbar waren wir eine der einzigen Gruppen, die dies machte.

Auftritt schauen (ab ca. 1:21:50):

Nach dem zweiten Auftritt ging es direkt zum Car. Dort sollten wir einsteigen – die zahlreichen Menschen vor Ort konnten wir aber nicht einfach so zurücklassen. So ereignete sich ein besonderes Highlight der Reise: ein Platzkonzert in einer Menschenmasse, wie wir sie noch nie erlebt hatten. Die Menschen filmten uns, wollten uns berühren und dankten uns – bis die Polizei kam und unseren Mob energisch auflöste.

So traten wir den Heimweg an, mit einem speziellen Gefühl im Bauch. Es war ein besonderes Erlebnis, das uns zum Nachdenken angeregt hat und an welches wir sicherlich noch lange denken werden.

Ein unendlich grosses Dankeschön an Tim und Silvio, die dieses Abenteuer massgeblich möglich gemacht haben. Wir sind glücklich, stolz und dankbar!


Samstag, 12. September 2026 – Shanghai City

Bereit für die Parade!

Nach einer langen, bei manchen aber auch einer kurzen Nacht machten wir uns heute Nachmittag hübsch für den grossen Auftritt an der Parade. Die Vorfreude steigt, die vielen Lichter und Menschen am Strassenrand sind überwältigend. Wir sind unglaublich stolz, die Schweiz im fernen China vertreten zu dürfen!


Freitag, 11. September 2026 – Shanghai City

Proben, Kulturen und viel Geduld (Teil 2)

Was ein Erlebnis! Zu Beginn des Nachmittags erkundeten wir die bekannteste Einkaufsstrasse Shanghais: die Nanjing-Strasse. Sie erstreckt sich über rund 5,5 Kilometer vom Bund bis zum Jing’an-Tempel. Hier gingen ein paar Bäribrommer auf Shopping-Tour, genossen eine Massagerunde oder probierten zum ersten Mal knusprige Köstlichkeiten wie Spinne oder Skorpion. Der Geschmack liess allerdings zu wünschen übrig …

Danach machten wir uns im Kostüm auf den Weg zur Hauptprobe. In einer Turnhalle der Tourismusschule hiess es zuerst: warten, warten, warten. Da die Bäribrommer von Natur aus eher ungeduldige Geschöpfe sind, vertrieb man sich die Zeit mit Federball – zwischen Pauken, Trompeten und im Fasnachtskostüm.

Es war eindrücklich, die vielen anderen Formationen aus der ganzen Welt zu bestaunen. Die farbenfrohen Kostüme dienten als wunderbare Inspiration für künftige Fasnachtsgwändli. Schnell freundeten wir uns mit den Mexikanern an, sangen gemeinsam «Tequila» und tauschten uns mit der Highschool-Marching-Band aus Las Vegas aus. Von unserem Sound waren sie hell begeistert. Auch unser Testlauf der Songs, die wir bei der Parade präsentieren, gefiel dem multikulturellen Publikum sehr. Mit über 60 Leuten sind wir mit Abstand die grösste Gruppe, was natürlich viele beeindruckte. Unser lauter Klang sorgte jedoch bei den Ordnungshütern für einige Schweissausbrüche … 😉

Nach noch mehr Wartezeit stellten wir uns für die Parade auf. Mit der Nummer 41 sind wir leider die Letzten, was bedeutete, dass einiges an Geduld gefragt war. Nach mehreren Stunden Warterei waren wir um ca. 00:00 Uhr an der Reihe mit dem ersten Durchlauf. Die Probe hat sich aber gelohnt, denn die Hälfte der Bäribrommer stand noch nicht im Scheinwerferlicht, als wir bereits mit Spielen begonnen hatten. Das machen wir beim nächsten Mal sicher besser! 

Nach einer kurzen, nächtlichen Parade kamen wir wieder beim Startpunkt an, wo auch den Letzten bewusst wurde, dass noch ein zweiter Durchlauf anstand. Auch diesen haben wir aber überlebt – dank eines Ausbruchs aus dem abgesperrten Bereich durch ein paar mutige Bäribrommer, die für alle Bier und Snacks holten. Dank kühlem Hopfensaft fühlten wir uns wie neu geboren und kamen nach dem Ende der Hauptprobe um 3 Uhr morgens erschöpft, aber gesund im Hotel an.


Freitag, 11. September 2026 – im Hotel

«Vo Lozärn gäge Weggis zue» – Shanghai Edition (Teil 1)

Mit Schweizerfahnen und viel Freundlichkeit wurden wir im Hotel empfangen. Nach dem Znacht, mit Spaghetti und Pommes nicht ganz so chinesisch wie erwartet, liessen wir den Abend bei Bier und Espresso Martini ausklingen. Das Hotelpersonal hatte im «Biergarten» extra Boxen aufgestellt, durch die Schweizer Musik in die Strassen Shanghais klang. Beim «Vo Lozärn gäge Weggis zue» wurde uns bewusst, wie surreal es ist, dass wir dieses Abenteuer hier in Shanghai, zwischen Wolkenkratzern und 24,8 Millionen Einwohnern, erleben dürfen.

Nach einer guten Mütze Schlaf und einem leckeren Zmorge klöpften die einen einen Jass in der Hotel-Lobby, während die anderen die nahe Umgebung zu Fuss erkundeten. Zwischendurch konnten auch die Instrumente ausgepackt werden – fast alle in einwandfreiem Zustand, trotz Flughafentransport. Eine Kiste Pauken hat es leider nicht mit uns in den Flieger geschafft. Wir sind aber zuversichtlich, dass diese heute Nachmittag eintrifft.

Nur wenig später gab es ein echt chinesisches Zmittag samt Stäbchen. Das Personal hatte sichtlich Freude daran und fotografierte uns lachend.

Nun sind wir im Car unterwegs zu unserer ersten Touri-Attraktion. Tourguide Jessie erzählt uns Spannendes über Shanghai. Alle Bäribrommer geniessen die schöne Fahrt durch die Stadt. Am Nachmittag steht die Hauptprobe für den TV-Auftritt samt «Make-up und Styling» an. Fortsetzung folgt.


Donnerstag, 10. September 2026 – Shanghai

Wir sind gelandet!

Nach einem knapp 11-stündigen Flug sind wir heute gegen 15 Uhr Ortszeit in Shanghai gelandet. Nachdem wir die umfangreiche Sicherheitskontrolle überstanden hatten, wurden wir herzlich von Rose und dem Team von Shanghai Tourismus empfangen. Die Freude scheint derart gross zu sein, dass Rose bereits vorgeschlagen hat, dass wir in ein paar Jahren wiederkommen dürfen – dann zu einem anderen Festival vor Ort … 😉

Auf der Carfahrt in drei (!) Fahrzeugen Richtung Hotel bestaunten alle begeistert die Skyline Shanghais: überwältigend viel Grün, beeindruckende Wolkenkratzer und Elektroautos (im Stau), soweit das Auge reicht. Einige Bäribrommer nutzten die rund 1,5-stündige Fahrt aber auch für ein kurzes Nickerchen.

Nach dem Check-in im Hotel, der bald ansteht, erwartet uns ein wohlverdientes Abendessen. Dabei werden auch unsere Geschmacksnerven zum ersten Mal die echte chinesische Küche kennenlernen. Wir sind gespannt! 


Mittwoch, 9. September 2026 – Sempach

Das Abenteuer startet!

Mit Sack und Pack haben wir uns heute Vormittag vor unserem Lokal versammelt. Endlich ist der Tag gekommen: Unsere lange Reise nach Shanghai beginnt! Die strahlenden Gesichter der über 60 Mitreisenden sprechen dabei für sich. Und nachdem sich alle vergewissert hatten, dass Pass und Gwändli sicher im Rucksack verstaut sind, konnte es losgehen.

Mit dem Car reisen wir heute zunächst nach Frankfurt, von wo aus wir unseren Langstreckenflug nach Shanghai antreten werden. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an unsere Chauffeure Armin und Gregor vom Carunternehmen Zurkirchen für die angenehme und sichere Fahrt.

Nun sind wir gespannt auf alles, was vor uns liegt. Shanghai, wir kommen!


Sonntag, 6. September 2026 – Sempach

Wir sind startklar für die Reise nach Shanghai

Am Sonntagabend hiess es für uns Bäribrommer: packen. Bevor die Reise Richtung Osten am Mittwochabend mit dem Flugzeug beginnen kann, mussten rund 63 Instrumente sicher verstaut werden. Gut gepolstert, beschriftet und auf insgesamt 22 Kisten verteilt, sind sie nun bereit für ihren grossen Auftritt.

200 Millionen Zuschauende

Vom 9. bis 17. September vertreten wir Bäribrommer die Luzerner Fasnacht am Shanghai Tourism Festival – einem der grössten kulturellen Anlässe der Welt. Neben der Eröffnungszeremonie stehen während der siebentägigen Reise zahlreiche Auftritte und kulturelle Aktivitäten in verschiedenen Teilen der Millionenmetropole auf dem Programm. Im Anschluss begeben sich einige Bäribrommer auf eine gemeinsame Zusatzreise durch ganz China.

Wir freuen uns, euch auf diesem Blog an unserem Abenteuer teilhaben zu lassen.

Eure Bäribrommer